Warum unser Engagement jetzt wichtig ist
Die enge Verbindung zu den aus Charkiw geflüchteten Menschen in Haltern am See hat unseren Blick auf eine Region gelenkt, in der das Leben für Millionen weiterhin von Krieg geprägt ist. Die Menschen in Charkiw leben seit Jahren unter Bedingungen, die für uns kaum vorstellbar sind. Die Stadt, die einst für ihre lebendige Kulturszene, ihre Universitäten und ihr internationales Flair bekannt war, liegt nur wenige Kilometer von der Front entfernt – eine Distanz, die wir hier mit der Strecke Haltern–Dülmen vergleichen können. Für die Bevölkerung bedeutet das: Angst und ein Alltag, der jederzeit von Raketen unterbrochen werden kann. Immer wieder erschüttern Angriffe Wohngebiete, Strom- und Wasserversorgung brechen zusammen, und Kinder wachsen in einer Welt auf, in der Sicherheit kein verlässlicher Zustand mehr ist.
Gerade deshalb wollen wir helfen. Unsere Unterstützung richtet sich an Menschen in Charkiw und der umliegenden Region, die dringend auf humanitäre Hilfe angewiesen sind.
Mit den Spenden ermöglichen wir unter anderem:
- Lebensmittelhilfe
- Medizinische und psychosoziale Unterstützung
- Unterkünfte für und Hilfe für Binnenflüchtlinge
- Ausstattung für lokale Helferinnen und Helfer und Menschen, die ihre Heimat verteidigen
Ein Teil der Mittel geht an die in der Ukraine gut etablierte Hilfsorganisation Caritas international. Ein weiterer Teil erreicht über lokale Initiativen Menschen, die sonst kaum Zugang zu Hilfe haben. Zu den Organisationen vor Ort steht unser Halterner Netzwerk – insbesondere über den Asylkreis und VITUS e.V. – in direktem Austausch.
Charkiw - Haltern am See
Am vierten Jahrestag der russischen Vollinvasion auf die Ukraine schloss unser Netzwerk die Kampagne für die Menschen im Sudan ab – rund 240.000 € konnten an Ärzte ohne Grenzen und die Welthungerhilfe übergeben werden. Dieses Datum markierte nicht nur den Abschluss eines erfolgreichen Projekts, sondern auch den Beginn eines neuen: die Hinwendung zu den Menschen in Charkiw und der gesamten vom Krieg betroffenen Region.
Die Not dort ist ungebrochen groß – und unsere Solidarität wichtiger denn je. Wir möchten ein Zeichen setzen, dass die Menschen in der Ukraine nicht vergessen sind. Unsere gemeinsame Unterstützung kann konkret helfen, Leid lindern und Perspektiven schaffen.
Aktuelle Informationen:
Charkiw meldet massiven Beschuss durch Russland, Tagesschau, 04.04.2026